Philosophie & Arbeitsweise
Denn Hörgeräte gehören nicht in die Schublade, sondern ans Ohr!
Meine Philosophie: Hörakustik, Handwerk mit Präzision
Hörakustik ist für mich kein Verkaufsberuf, sondern ein Handwerk.
Ein Handwerk, das Zeit, Erfahrung und Präzision verlangt – und vor allem Verantwortung gegenüber dem
Menschen, der vor mir sitzt.
Ich habe drei Jahre Ausbildung in der Hörakustik absolviert und mich bewusst für die Weiterbildung zum Hörakustikmeister entschieden. Nicht, um einen Titel zu tragen – sondern um fachlich unabhängig, technisch fundiert und mit eigener Linie arbeiten zu können. Und diese Linie unterscheidet sich bewusst von dem, was viele Kunden heute erleben.
Qualität statt Schnellverkauf
Die Realität in der Branche ist häufig von Schnelligkeit geprägt: kurze Termine, schnelle Entscheidungen, neue Geräte statt sauberer Analyse. Doch gutes Hören entsteht nicht durch Tempo – sondern durch Präzision.
Natürlich gehört Gewöhnung zu jeder Hörgeräteversorgung dazu. Das ist ein wichtiger und natürlicher Prozess. Unser Gehirn muss lernen, wieder differenziert zu hören. Aber: Gewöhnung darf niemals bedeuten, dass man sich an eine schlechte oder unzureichende Einstellung anpassen soll.
Mein Anspruch ist klar:
Wenn sich jemand gewöhnt, dann an eine technisch saubere, objektiv überprüfte und individuell
passende Einstellung – nicht an Kompromisse.
Objektive Messtechnik statt Bauchgefühl
Ein zentraler Unterschied meiner Arbeit ist der konsequente Einsatz objektiver Messtechnik.
Ich arbeite mit dem ACAM-Messsystem von Acousticon – einem System, das in der Praxis deutlich seltener eingesetzt wird, als es sinnvoll wäre. Für mich ist es jedoch ein essenzieller Bestandteil meiner Anpassung.
Warum?
Weil sich eine Einstellung nicht nur gut anfühlen, sondern auch technisch nachvollziehbar korrekt
sein soll.
Und weil sich damit bestehende Hörgeräte häufig deutlich optimieren lassen.
Bevor ich über neue Geräte spreche, prüfe ich sauber, ob das vorhandene System durch präzise Neueinstellung verbessert werden kann. Viele Probleme entstehen nicht durch das Hörgerät selbst, sondern durch eine ungenaue Anpassung.
Ich verkaufe nicht primär neue Technik – ich optimiere lieber die vorhandene.
Maßanfertigung statt Standardlösung – Otoplastik als Ziel
Ein weiterer, für mich unverzichtbarer Grundsatz:
Bei mir kommt immer eine Otoplastik ans Ohr.
Eine Otoplastik ist eine individuell maßangefertigte Passform für das Ohr – präzise gefertigt nach dem persönlichen Abdruck. Sie sorgt für:
- optimalen Sitz
- bessere akustische Kopplung
- höhere Klangstabilität
- weniger Rückkopplungen
- mehr Tragekomfort
- reproduzierbare Messergebnisse
Viele Akustiker überspringen diesen Schritt und setzen auf Standardlösungen oder sogar vorgefertigte Schirmchen! Das spart Zeit und Aufwand, kostet aber Qualität.
Für mich ist klar:
Das Beste, was es gibt, ist das, was exakt zum Ohr passt. Und genau deshalb ist die Maßanfertigung
bei mir kein Upgrade, sondern Standard.
Ich komme zum Kunden – Akustikmobil
Ein weiterer wesentlicher Unterschied meiner Arbeitsweise:
Ich komme mit meinem Akustikstudio direkt zum Kunden.
Nicht jeder Mensch kann oder möchte regelmäßig ein Ladenlokal aufsuchen. Gerade ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren enorm davon, wenn die Anpassung in der Nähe der Wohnung stattfinden kann.
Das hat mehrere Vorteile:
- Hörsituationen können realitätsnah beurteilt werden
- die akustische Umgebung des Alltags wird direkt berücksichtigt
- kein zusätzlicher organisatorischer Aufwand für den Kunden
- mehr Ruhe, mehr Zeit, mehr Konzentration
Ich bringe die Technik mit – inklusive Messtechnik. Die Qualität bleibt dieselbe wie im Studio. Nur der Ort ist persönlicher.
Freiheit in der Entscheidung
Ich arbeite bewusst nicht aktiv mit Krankenkassen zusammen. Der Grund ist kein ideologischer, sondern ein praktischer.
Kassenstrukturen bedeuten häufig:
- hoher bürokratischer Aufwand
- eingeschränkte Entscheidungsfreiheit
- standardisierte Versorgungswege
Ich möchte Anpassungen nicht danach ausrichten, was sich am einfachsten abrechnen lässt oder ein Bürokrat ohne akustisches Fachwissen vorschreibt, sondern danach, was technisch und individuell sinnvoll ist. Diese Unabhängigkeit erlaubt mir eine klarere Fokussierung auf Qualität statt auf Bürokratie. Trotzdem ist eine Finanzierung durch die Kassen nicht vollständig ausgeschlossen.
Meine drei Grundprinzipien
Meine Arbeit basiert auf drei klaren Säulen:
1. Fokus auf Maßanfertigungen
Otoplastiken gehören für mich immer dazu – weil individuelle Ohren individuelle Lösungen verdienen.
2. Objektive Messtechnik als Grundlage
Mit moderner, selten genutzter Messtechnik wie dem ACAM-System wird jede Einstellung überprüfbar
und nachvollziehbar individuell gemacht.
3. Mobilität und Nähe
Ich komme zum Kunden – mit voll ausgestattetem Akustikstudio.
Mein Anspruch
Ich möchte keine schnelle Lösung verkaufen.
Ich möchte, dass Menschen wieder sicher, klar und entspannt hören können.
Das bedeutet:
- Zeit investieren
- sauber messen
- individuell anpassen
- begleiten
- nachjustieren
- erklären
- realistische Erwartungen schaffen
Wenn schon Gewöhnung nötig ist, dann an gute Qualität!